Von der „Jämmerlichkeit ewiger Zoobesuche“
Wenn Vater und Tochter Silvester gemeinsam mit Freunden auf Sylt verbringen, klingt das nach einem harmonischen Jahreswechsel. Doch die Stimmung ist verhalten, wie auch das Verhältnis der beiden zueinander. Die 13-jährige Annika lebt seit der Trennung ihrer unverheirateten Eltern bei der Mutter. Ihr Vater Peter sorgt sich zwar um sie, hat aber kein Recht auf Sorge. Kontakt gibt es nur, wenn die Mutter es will. Peter liebt seine Tochter, aber aus dieser Liebe wird oft Angst vor Fragen und der ewigen Anklage: „Du warst nie da, wenn irgendetwas passiert.“
Die Ohnmacht, bei allem außen vor zu sein, lässt Peter glauben, ein Rabenvater zu sein: „Man wird die Schuld nicht los, so viel man davon auch auf sich nimmt.“ Am Silvesterabend eskaliert die Situation. Aus angestauter Wut wird Gewalt. Es folgen Erklärungen, die keine Rechtfertigung sein können, wohl aber tiefe Einblicke in das Leben eines Vaters geben, der keiner sein darf.

Es gibt ganz viele Bücher dieser Art………….von Vätern geschrieben
die Mütter haben scheinbar die Zeit nicht dazu, solche zu schreiben…weil sie sich tatsächlich um die Kinder kümmern…….aus welchen Gründen auch immer………….
Liebe Karin,
wenn man Statistiken zu rate zieht ist es vermutlich so, dass sich in der Regel Mütter um die Kinder kümmern. Aber findest du das richtig so? in dem Buch geht es u. a. darum, dass in der Vergangenheit Väter kein recht auf ihr Kind hatten (wenn die Eltern nicht verheiratet waren). War das etwa gut? Die andere Seite ist natürlich dass rechte auch Pflichten nach sich ziehen. Das eine funktioniert ohne das andere nicht. Ich faende es jedenfalls unvorstellbar und auch unzumutbar, wenn eine Trennung von meiner Partnerin auch bedeuten würde dass ich mein Kind nicht mehr sehen darf wenn sie es nicht will. Das ist in keinem Fall im Sinne des Kindes. Probleme der Eltern sollten nie zulasten der kinder gehen. Ja wir wissen das funktioniert nie. Denn die Kinder leiden immer. Trotzdem kann eine gleichberechtigung beider Elternteile nur richtig sein. Und nichts anderes versuchen Bücher wie dieses auszusagen. Ich fand es toll weil in meinen Augen papa und Mama die selben Pflichten aber auch die selben Rechte haben was leider nicht der Alltag ist und das Buch neben den gesetzmaessigkeiten auch auf die gefuehlswelt eingeht. Kein Buch stellt die einzige Wahrheit dar. Aber jedes ist ein Teil davon und dieses eben stück, das über lange Zeit nicht diskutiert wurde. Danke für deine Wortmeldung. Übrigens habe
ich im Zuge dieser Buchbesprechung auch Kontakt zu einer
Selbsthilfegruppe für Hilfesuchende Väter (in Jena und Umgebung)
gehabt. Diese vaeter erzaehlten mir auch wie toll sie es finden das
auch Mütter zu ihnen kommen und ihre Probleme darstellen. Das
beide Seiten miteinander reden ist für alle wichtig aber am
allerwichtigsten für die Kinder. Viele Gruesse von einem Vater der
diese Probleme zum glueck nicht am eigenem Leibe erfahren musste
…