Wie alles begann…
Es war an einem Sonntagmorgen im Februar 1980 in Pößneck, einer kleinen Stadt im Osten Thüringens in der damaligen DDR. Eigentlich gefiel es mir im Bauch meiner Mutter ziemlich gut! Aber wie jede Sache hat auch das Leben im Mutterleib seine Haken. Meine Mutter ging nie mit mir zum Fußball, Bier trank sie höchst selten und nen Internet-Anschluss gabs da drin auch nicht. Also nix wie raus aus diesem Gefängnis, dachte ich mir, der 24. des Monats ist der ideale Tag dafür.

Nun begann es, das Abenteuer, das man auch Leben nennt. Ich absolvierte erfolgreich die Kinderkrippe, dann den Kindergarten und zwar die kleine und die große Gruppe und das, ohne auch nur einmal sitzenzubleiben!

Der gutaussehene junge Mann (2. v. l.) bin ich. Erschienen in der „Volkswacht“.

Fasching im Kindergarten
Bald ging auch schon der Ernst des Lebens los. Die Schule machte mir in den ersten 2-3 Jahren sogar Spaß. Meine Leistungen waren konstant gut, mein Betragen stets vorbildlich, was mir mehrmals die Funktion des Gruppenratsvorsitzenden (bzw. die seines Stellvertreters) einbrachte. Nach dem Unterricht wurde aber nicht gefaulenzt, sondern gelernt, Verantwortung zu tragen. In diesem Zusammenhang sollen die unzähligen Altstoffsammlungen erwähnt werden, die wir als vorbildliche Jungpioniere regelmäßig organisierten.
Dann kam die Wende.
Samstags war nun keine Schule mehr. Schüler fehlten im Unterricht, weil sie mit ihren Eltern im Westen waren. Wie auch immer, nachdem man mich erst nicht lassen wollte, sich nachher aber vom Gegenteil überzeugen ließ, wechselte ich von der Krölpaer POS (Polytechnische Oberschule) „Clara Zetkin“ an das Gymnasium „Am Weißen Turm“ in Pößneck, wo ich dann im Jahre 1999 mein Abi baute, mit einem durchschnittlichen Durchschnitt von 2,6.

Bummeltag – es ist (beihnahe vollbracht)
Dann stand ich vor der Entscheidung, Bund oder Zivildienst. Doch eigentlich ist das ja gar keine Entscheidung weil eine Gewissensfrage. Also fragte ich mein Gewissen und dieses sagte mir dann, das es keinen Bock drauf hat mir zu gestatten, mit einer Waffe rumzuballern und zu lernen, wie man Leute killt. Und überhaupt wollen wir doch alle nur Frieden warum also zum Bund?
Nun ging sie also los die Suche nach einer passenden Zivi-Stelle. Bei der Volkssolidarität bot man mir dann Stellen im Alters- und Pflegeheim in Pößneck an. Da ich die Herausforderung sucht, ließ ich mich ohne groß zu zögern für den Pflegedienst engagieren. Und das war eine Entscheidung die ich nie bereut habe. War die Arbeit (und die Arbeitszeiten) anfangs noch gewöhnungsbedürftig, so muss ich letztendlich sagen, diese 13 Monate waren vermutlich die lehrreichste Zeit meines Lebens.

Nach dem Zivildienst wurde ich wieder vor die Wahl gestellt: Studieren oder Ausbildung? Studieren heißt – kein Geld verdienen. Da ich aber finanziell unabhängig sein wollte, bewarb ich mich um diverse Ausbildungsplätze. Und als ich schon alles aufgegeben und mich damit abgefunden hatte, dass damit doch nix wird, bekam ich die Zusage von der Stadtverwaltung Neustadt a.d. Orla, wo ich mich für eine Lehrstelle als Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Bibliothek, beworben hatte. Mittlerweile arbeite ich schon seit über 8 Jahren dort, denn nach der Ausbildung wurde ich übernommen.
Um mein Hobby, das Schreiben, ein wenig zu vertiefen, begann ich an der Hamburger Akademie für Fernstudien ein journalistisches Studium, dass ich im März 2006 „mit großem Erfolg“ abschloss. Theoretische Kenntnisse versuche ich mit ehrenamtlichen Tätigkeiten in der Redakion des „NOTausgangs“, der Jenaer Straßenzeitung, und bei www.tour-de-ost.de, in die Praxis umzusetzen. Man kann gespannt sein, wie es weitergeht. Ich bin es jedenfalls

Für den Besuch des altehrwürdigen (mittlerweise abgerissenen) Wembleystadions hatte ich mich extra rausgeputzt und mein 68-er Meistertrikot übergestreift…

So in etwa stelle ich es mir im Paradies vor. Ein Jever in der Hand und im Arm die Frau meines Herzens (wobei die Reihenfolge dieser Aufzählung nicht unbedingt meine Prioritätenlegung wiederspiegelt). Das ist, neben mir sitzend an einem Teich in der Oberlausitz, meine herzallerliebste Josi.
also,du wirst es nicht glauben,aber genau gestern habe ich daran gedacht,als wir damals in jena waren…also an dich selber kann ich mich gar nicht so genau erinnern-ehrlich gesagt.aber das es mal wieder richtig schön war!und da war doch auch so ein netter aus marburg,was ist denn aus dem geworden.liebe grüße grit
mensch das ist ja ne überraschung
wenn ich ehrlich bin weisen meiner erinnerungen an diesen abend auch lücken auf. der nette aus hamburg treibt sich immer mal in der weltgeschichte rum. erst in bonn, dann ein paar monate afghanistan und ist jetzt im tiefsten bayern.
viele grüße daniel
habe dich gefunden
Auch ich habe dich gefunden
Nachdem ich zum Abitreffen leider nicht war, habe ich über Loppis Webseite deinen Blog gefunden.
Viele Grüeß vom Maik ehemals Mathe/Physik Leistungskurs Abschluss 1999
Viele Grüße Maik
http://www.commaik.de