Was man beschweigt, wird immer lauter.
(Finn-Ole Heinrich: Die Taschen voll Wasser)
Die Freiheit ist im Kopf oder sie ist nirgendwo.
(Jens Wonneberger: Wiesinger. Der Mann mit Hacke und Spaten)
Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Dichter hin und wieder stehlen, [...] ärgerlich ist nur, wenn Taschendiebe dichten.
(Jens Wonneberger: Wiesinger. Der Mann mit Hacke und Spaten)
Es sind die Phantasten, die die Welt verändern, nicht die Erbsenzähler.
(u.a. in Jens Wonneberger: Wiesinger. Der Mann mit Hacke und Spaten)
Kein größeres Laster gibt es auf unserer Welt als den Hang zur Vernunft.
(Peter Wawerzinek: Rabenliebe)
Ich setzte mich hin, dachte nach, wie man die Umstände überlisten könnte, und kam doch immer wieder bei mir selber an.
(Stephan Krawczyk in “Die Schuld der Mitläufer”)
Alle jammern, wie beschissen es ist. Aber daß es so beschissen ist, weil alle schön den Mund halten, das lassen die meisten gar nicht an sich ran.
(Freya Klier in “Die Schuld der Mitläufer”)
Dazu möchte ich noch sagen, daß wahres, unverfälschtes Glück, wie ich es verstehe, kein Zufall ist; es fällt einem nicht unversehens in den Schoß wie ein Apfel vom Baum, sondern es kommt allmählich zum Menschen, je nachdem, wie er sich zum Leben, zu den Menschen, die ihn umgeben, verhält; ein Körnchen kommt zum anderen, eins ergänzt das andere, und schließlich entsteht, was wir Glück nennen.
(Tschingis Aitmatow: Die Goldspur der Garben)
Die Welt besteht aus Geschichten, nicht aus Meldungen.
(nach Oliver Uschmann: Das Gegenteil von Oben)
Wo geschah denn kein Unrecht seitens Regierung und Polizei, wo geschieht es nicht heute noch? Wo herrscht denn nicht die Gewalt, die Gewalt des Knüppels wie die des Geldbeutels?
(Stefan Heym: Filz. Gedanken über das neueste Deutschland)
Vielleicht wäre es besser gewesen, es hätten mehr Leute die Courage gehabt, die Vergangenheit zu bewältigen, als sie noch Gegenwart war.
(Stefan Heym: Filz. Gedanken über das neueste Deutschland)
Manchmal habe ich den Verdacht, es wird jetzt soviel von Vergangenheitsbewältigung geredet, damit die Leute sich von der Gegenwart abkehren, in der noch, alle wisses es, genug geschieht, auf das man ein Eugenmerk haben müßte, wenn man nicht will, daß uns das Fell schon wieder über die Ohren gezogen wird.
(Stefan Heym: Filz. Gedanken über das neueste Deutschland)
Es gibt Wichtigeres als die Karriere. Die Arbeit läuft nicht davon, während man sich einen Regenbogen anschaut, aber der Regenbogen wartet nicht, bis man mit der Arbeit fertig ist.
(E. W. Heine: Nur wer träumt, ist frei)
Die Empfindungen unserer Seele sind frei. Gedanken und Träume verlassen unseren Leib, auch wenn wir leben. Niemand kann sie einkerkern.
(E. W. Heine: Nur wer träumt, ist frei)
Träume sind der beste Teil unserer Existenz. Nur wer träumt, ist frei.
(E. W. Heine: Nur wer träumt, ist frei)
Gefängnismauern umgeben uns nur, wenn wir wach sind. Jenseits unseres Bewußtseins beginnt die große Freiheit.
(E. W. Heine: Nur wer träumt, ist frei)
Die Zeit muss vorbeigehen. Die Dinge müssen fortgespült werden. Damit man sich an sie erinnern kann. Damit sie in der Erinnerung aufleben. Une einen, vielleicht für immer, begleiten.
(Benjamin Lebert: Der Vogel ist ein Rabe)
Denn ob Beats marschieren oder Stiefel, ob sie klatschen oder trampeln: Wenn die Mehrheit mitmacht, hat das meist auch für den Rest seine Richtigkeit. Und dann wird es fast immer gefährlich.
(Hans Waal: Die Nachhut)
Trinke immer, solange du noch kannst. Man weiß nie, ob später nicht was dazwischenkommt.
(Sven Regener: Der kleine Bruder)
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.
(Vaclav Havel)
Das Mittelalter ist keine Epoche. Mittelalter ist der Name der menschlichen Natur
(Juli Zeh: Corpus Delicti)
Selig der, den die Idioten anbellen, denn seine Seele wird ihnen nie gehören.
(Carlos Ruiz Zafón: Das Spiel des Engels)
“Wer in unserer globalisierten Welt ein bisschen Wärme sucht, der sollte besser die Heizung aufdrehen.”
(Tommy Jaud: Millionär)
Alles ist wichtig, aber nichts hat mehr Bedeutung.
(Jens Wonneberger: Infarkt)
Sie hatte sich eingerichtet, sich viel zu schnell eingerichtet, statt auf die Zukunft wartete sie nun auf den Feierabend, statt Revolution machte sie nun die Hausordnung.
(Jens Wonneberger: Infarkt)
Die Herren im Schloss hatten gewechselt, ihre Geiseln aber waren die gleichen geblieben.
(Jens Wonneberger: Infarkt)
Fighting for peace is like fucking for virginity.
Wenn du dem anderen nicht von gleich zu gleich begegnest, kriegst du vielleicht Macht, aber gewiss nicht Wahrheit.
(Bernhard Schlink: Das Wochenende)
Wenn du durch die Welt gehst, zähl die Farben und du wirst sehen, wie bunt das Leben ist.
(Daniel Pfletscher)
Das Geld ist wie jedes andere Virus: Sobald die Seele dessen, der es hortet, verfault, macht es sich auf die Suche nach frischem Blut.
(aus Zafón: Der Schatten des Windes)
Das Schicksal lauert immer gleich um die Ecke – wie ein Dieb, eine Nutte oder ein Losverkäufer, seine drei trivialsten Verkörperungen. Hausbesuche macht es hingegen keine. Man muss sich schon selber hinbemühen.
(aus Zafón: Der Schatten des Windes)
Unser Zuhause ist dort, wo wir die sein können, die wir sind.
(Richard Bach)
Letztendlich aber ist die Distanz als eine Angst vor Nähe doch
eine ungestillte Sehnsucht nach Nähe.
(Friedrich Schorlemmer)
Dem Mut der Aufklärung, sich ohne fremde Anleitung seines eigenen Verstandes zu bedienen, muss sich ein neuer Mut hinzustellen : Der Mut, sich ohne Furcht der Kräfte des eigenen Herzens zu bedienen.
(Friechrich Schorlemmer)
Unnütz sein, ist tot sein.
(Johann Wolfgang von Goethe)
Traue nie etwas, das selbst denken kann, wenn du nicht sehen kannst, wo es sein Hirn hat.
(Mrs. Weasley in Joanne K. Rowling’s “Harry Potter”)
Selbstwertgefühl ist ein Kapital wie jedes andere. Man verbringt Jahre damit, es anzusparen, und wenn man will, kann man es ein einem einzigen Abend restlos verballern.
(Nick Hornby: A long way down)
Wir tun uns mit Menschen zusammen, weil sie so sind wie wir oder weil sie anders sind als wir, doch am Ende trennt man sich aus genau den gleichen Gründen.
(Nick Hornby: Juliet, Naked)
Demokratie bedeutet zugleich, dass das Volk durch das Volk für das Volk niedergeknüppelt wird.
(Oscar Wilde)
Man sollte immer eine kleine Flasche Whisky dabeihaben für den Fall eines Schlangenbisses – und außerdem sollte man immer eine kleine Schlange dabeihaben.
(W.C. Fields)
Wer die Welt retten möchte, muß eben umkommen, denn die Welt will nicht gerettet werden.
(aus Boris Chasanow’s “Der Zauberlehrer”)
Wenn du glaubst frei zu sein, versuche doch zu fliegen!
(Verfasser unbekannt)
Wer einen Stein ins Wasser wirft, verändert das Meer.
(Verfasser unbekannt)